Chronik

Chronik

Seit 1991 bereichern wir den Bildungsstandort Lauf - Altdorf

 

Seit 24 Jahren gibt es uns als schulische und pädagogische Alternative im Kreis. Am 12. Februar 1991 war der "Montessori-Förderkreis Lauf" als Verein eingetragen worden, die Altdorfer MitstreiterInnen gründeten die "Vereinigung zur Förderung der Montessori Pädagogik Altdorf" zweieinhalb Jahre später, am 24. September 1993. Und im Juli 1997 fusionierten beide Vereine zur heutigen "Montessori-Vereinigung Nürnberger Land e.V."

So begann es mit der Montessori-Schule

Zum Schulhalbjahr 1992, im Februar, wurde der Grundstein für die Grundschule gelegt. Der erste Schultag fand allerdings noch in einer umfunktionierten Wohnung statt, das war 1992, danach folgte die Containervariante, bevor endlich das fertige Gebäude in der Daschstraße bezogen werden konnte.

Schon 1996/97 begann die Einrichtung der Hauptschule - schließlich würden ja in Kürze die ersten Grundschüler die 5. Klasse erreichen. Und die Grundschule wuchs! Im Schuljahr 1997/98 setzte die Zweizügigkeit ein und 2001 wurde der erste Abschlussjahrgang gefeiert. Schon drei Jahre später, also 2004, folgte die erste M-Abschlussklasse. Die Gründungen von Kinderhaus (2005) und Fachoberschule (2008) sowie die Einrichtung eines Horts (2007) waren dann eine logische Folge im Ausbau des Bildungsangebots.
Von der Kinderkrippe bis zum Fachabitur kann seitdem in Lauf und Altdorf nach den Prinzipien von Maria Montessori gelernt und die Welt entdeckt werden.

Der pädagogische Ausbau

Das äußere und bauliche Wachstum war immer eine Reaktion auf die pädagogische Entwicklung. Denn die "vorbereitete Umgebung" musste mit jedem zusätzlichen Angebot und pädagogischen Differenzierung gegeben sein. Seit 2002 gilt Altersmischung, seit 2002 bieten wir Ganzstagsbetreuung und seit 2010 Ganztagsklassen an; 2002 starteten wir auch mit dem "Modellprojekt: Aktion Berufsplan". Aus dem modellhaften Projekt ist eine feste Einrichtung geworden, die auf vielfältige Weise auf Bewerbung und Berufswahl vorbereitet.

Der Blick nach draußen und das Hereinholen der Welt in den schulischen Alltag gehört maßgeblich zu unserem pädagogischen Selbstverständnis. Zum Beispiel tragen wir seit 2006 den Titel "Freie Umweltschule in Europa". Seit 2008 haben wir eine eigene Integrationsbeauftragte, die die Zusammenarbeit mit den vielen externen Inklusionsstellen und Schulbegleitern koordiniert. Und im Jahr 2011 ist unsere Mittelschule als "Schule ohne Rassismus - Schule  mit Courage" anerkannt worden.

Montessori - unterwegs in die Zukunft

Und heute? Heute erweitern wir den Ganztagsbetrieb, haben zusätzlich zum offenen Hort eine eigene Hortklasse etabliert, die FOS hat demnächst vier Zweige (Internationale Wirtschaft, Gesundheit, Sozialwesen, Gestaltung) und bereitet die nächste räumliche Erweitung vor. Das Kinderhaus in Altdorf erfüllt die Kriterien eines "Haus für Kinder" und hat damit Gestaltungsspielraum für die Zukunft gewonnen. 

Heute beginnen angesichts demographischer Veränderungen die Regelschulen damit, jahrgangsübergreifenden Unterricht zu praktizieren, infolgedessen freie Arbeitsformen auszuprobieren und sie betonen die Kompetenzorientierung. Das ist für uns ein merkwürdiges Gefühl der späten Genugtuung - aber auch der Verwunderung.
Wir fragen uns nämlich inzwischen:

  • Was brauchen heutige Kinder, um ihre Zukunft meistern zu können?
  • Wie sieht die Welt von morgen aus, für die wir sie fit machen wollen?
  • Wie können wir in einer zunehmend fragmentierten und schnelllebigen Zeit voller Reizüberflutung die Persönlichkeit von Kindern so stärken und entwickeln helfen, dass sie selbst- und verantwortungsbewusst  ihr Leben gestalten.

Das ist das Morgen, auf das wir im Sinne von  Maria Montessori hinarbeiten